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Regionalität ist der Weg aus der Krise !

Birkenfeld - Müller Fleisch steht fest zur regionalen Schweinefleischerzeugung und teilt die Sorgen der Erzeuger in Süddeutschland. Die bäuerlichen Familienbetriebe, speziell in Süddeutschland, stehen vor einem Fiasko und für die Ferkelerzeuger ist die Lage scheinbar perspektivlos. Die Müller Gruppe setzt sich aktiv ein, um die regionale Erzeugung voranzubringen. Dabei setzt das Unternehmen in seiner Strategie auf geschlossene Lieferketten – denn sie sind der Weg in die Zukunft. Diese Haltung hat Geschäftsführer Stefan Müller bereits auf zwei hochkarätig besetzten Branchentreffen in den vergangenen Wochen platziert. Unter der Leitung von Agrarministerin Klöckner und dem Bayerischen Bauerpräsidenten Heidl wurde über die Zukunft der Schweinfleischproduktion diskutiert. „Wir haben deutlich gemacht, dass wir die Sorgen unserer Erzeuger teilen und haben versichert, dass wir uns mit allen Möglichkeiten einbringen werden“, so Stefan Müller.

Die Müller Gruppe bekennt sich seit Jahren zur deutschen Herkunft und unterstützt damit die sogenannte 5xD-Strategie. Dahinter verbirgt sich, dass die gesamte Produktion im Rahmen der Wertschöpfungskette für Schweinefleisch in Deutschland stattfindet: Geburt, Mast, Schlachtung, Verarbeitung und Vermarktung. In den Betrieben der Müller Gruppe werden ausschließlich Schweine mit deutscher Ferkelherkunft geschlachtet. „Zu diesem guten Ansatz gehört, dass der Preis zukünftig nach vorne kalkuliert werden muss. Das gilt vom Ferkelerzeuger, über den Mäster, die Schlachtunternehmen, über die Verarbeitung bis hin in die Theke.“, so Stefan Müller.

Regionale Lieferketten sind der Schlüssel

Deshalb hat die Müller Gruppe ein neues Vertragsmodell mit Regional- und Haltungszuschlägen als Grundlage für zukünftigen Lieferketten entwickelt. Zur Umsetzung gehört auch das klare Bekenntnis des LEH zu Regionalität. „Wir sind trotz der aktuellen Schweinmarktkrise der festen Überzeugung, dass Produktqualität aus regionaler süddeutscher Erzeugung der Weg aus der Krise ist.“

Verbraucherwunsch ist klar definiert

Zahlreiche aktuelle Studien belegen eindeutig, dass die Verbraucher Produkte aus regionaler Erzeugung wollen und auch bereit sind dafür mehr zu zahlen. Wenn man jetzt nicht handelt, dann gehen Strukturen verloren, die nicht wiederkommen.
Die bäuerlichen Familienbetriebe müssen erhalten bleiben!
Dies ist eine gemeinsame Aufgabe und daran müssen die Partner der Wertschöpfungskette gemeinsam alles setzen. In Bayern und Baden-Württemberg wird Futter großteils aus hofeigenem oder zumindest regionalem Anbau verfüttert. Und die familiengeführten süddeutschen Betriebe haben eine gesunde Größe und brauchen jetzt finanzielle Sicherheit.

Haltungsstufen und verlässliche Rahmenbedingungen

Die Müller Gruppe ist ein klarer Befürworter der bereits eingeführten Haltungsstufen der Initiative Tierwohl (ITW). „Trotz der aktuell unsicheren Perspektiven müssen die Landwirte, die im Markt bleiben wollen, weiter in Richtung ITW-Haltungsstufe 2 und später 3 motiviert werden“, so Martin Müller. Eine Stilllegungsprämie kommt für die Verantwortlichen der Müller Gruppe nicht in Frage.
Die Vorschläge der Borchert-Kommission müssen umgesetzt werden, um den Landwirten sichere Rahmenbedingungen für den Umbau beziehungsweise Neubau von Tierwohlställen zu garantieren. Nur durch entsprechenden finanziellen Ausgleich und den politischen Willen in Richtung mehr Tierwohl kann die Zukunft der süddeutschen Schweineerzeugung gesichert werden.

Klares Signal an den Lebensmitteleinzelhandel

Für dieses gesamte regionale Leistungspaket braucht der Landwirt jetzt ein klares Bekenntnis von allen Kunden aus Handel und Verarbeitung zur süddeutschen Herkunft unterlegt mit neuen verbindlichen Vertragsmodellen mit Aufpreis- und Mindestpreisgarantie. Das bedeutet auch: Keine Positionierung mehr von regionalem Schweinefleisch über den Preis, sondern über Qualität und Herkunft. Nur so kann Anerkennung vermittelt und Zuversicht generiert werden.

Diese Haltung unterstreicht auch Stephan Neher, Vorsitzender der Ringgemeinschaft Bayern: „Die Not in den Betrieben ist groß. Wir müssen jetzt neue Wege gehen, ein weiter so gibt es nicht. Wir müssen auch den Mut haben die nachfolgenden Stufen unter Druck zu setzen, dass sie im Sinne unserer Erzeuger handeln.“

 

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