Pressemitteilung

Presseerklärung zur aktuellen Situation

Das Corona-Virus fordert uns alle jeden Tag aufs Neue heraus. Wir bei Müller Fleisch haben uns als erstes auf die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter konzentriert: In enger Abstimmung mit den Behörden haben wir den im Betrieb bestehenden Infektionsschutz frühzeitig durch strengste Hygienemaßnahmen verstärkt. Niemand, der mit dem Corona-Virus infiziert ist oder Symptome hat, darf bei uns arbeiten – das kontrollieren wir vor Zutritt zu unserer Produktion. Dennoch hat auch uns die Dynamik der Verbreitung der Infektionen aus dem privaten Bereich überrollt.

In den letzten Tagen wurde Müller Fleisch mehrfach gefragt, wie wir die Einhaltung von Quarantänerichtlinien sicherstellen. Uns erschreckt die Vorstellung, dass ein Arbeitgeber Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad und Küche sowie Freizeitverhalten seiner Mitarbeiter kontrollieren soll. Er darf das nach aktueller Gesetzeslage und Rechtsprechung auch nicht. Das gilt unabhängig davon, ob es eigene Mitarbeiter oder Fremdfirmenmitarbeiter sind und welche Nationalität diese haben. Zudem gäbe es ohne den Einsatz osteuropäischer Arbeitskräfte in Deutschland erhebliche Lücken in der Lebensmittelversorgung.

Dass die Situation für die Behörden zusätzliche Kosten verursacht ist uns bewusst. Unserer Verantwortung gegenüber der Region, in der wir leben und arbeiten, kommen wir allerdings nach. Deshalb sind wir mit der Stadt Pforzheim, dem Enzkreis und dem Landkreis Calw übereingekommen, uns an den Kosten für die Quarantäne-Einrichtungen zu beteiligen. Wir werden Dienstleister und Vermieter einladen, um möglichen Verbesserungsbedarf in der Wohnsituation zu ermitteln. Natürlich haben wir auch eine Reihe sofort wirksamer Maßnahmen aufgesetzt:

  • Wir stellen für alle Mitarbeiter kostenlos Schutzmasken auch für den privaten Gebrauch zur Verfügung und verteilen Desinfektionsmittel.
  • Wir liefern Care-Pakete für Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne und haben einen Hol- und Bringdienst zur Arbeit organisiert.
  • Wir verteilen Merkblätter in der Landessprache der Mitarbeiter, stehen im engen Informationsaustausch mit unseren Dienstleistungsfirmen und bestehen auf einer engen und schnellen Zusammenarbeit.

Und weil uns viele Nachfragen zum Thema erreichen: Auch wenn ein Arbeitnehmer erkrankt sein sollte, fällt er nicht durch das soziale Netz. Die Krankenversicherung gilt für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, gleich, ob es sich um unsere Mitarbeiter oder Fremdfirmenmitarbeiter handelt.

Die Schlacht- und Verarbeitungsmengen hat das Unternehmen dem geringeren Personalstand angepasst. Derzeit können wir unseren Lieferverpflichtungen weiterhin nachkommen und werden alles daransetzen, diese auch weiterhin aufrechtzuerhalten. Als systemrelevanter Betrieb leisten wir einen Beitrag, um die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Diesem Auftrag sehen wir uns weiterhin verpflichtet.

Wir haben alle noch einen weiten Weg vor uns zurück zur Normalität. Dieser Weg wird nicht einfach sein und er wird länger dauern, als wir alle hoffen. Für alles bisher Erreichte möchten wir uns ausdrücklich bei allen beteiligten Behörden, insbesondere dem Gesundheitsamt, dem Landratsamt und der Polizei für Ihren unermüdlichen Einsatz und die kooperative Aufarbeitung bedanken. Wir wünschen allen unseren Mitarbeitern und uns allen, dass wir gesund bleiben oder es so schnell wie möglich wieder werden.

Die Müller Gruppe nimmt ersten dieselfreien 40 Tonner in Betrieb

Nach der ersten Testphase in 2018 nimmt die Müller Gruppe im Mai 2019 ihren ersten LNG IVECO Stralis NP mit 460 PS im Linienverkehr zwischen den Standorten Birkenfeld und Ulm in Betrieb. Angetrieben wird das Fahrzeug mit tiefkaltem, verflüssigtem Erdgas (Liquified Natural Gas), das bei -165°C betankt wird.

Über die Zeit soll sich zeigen, inwiefern die Müller Gruppe die komplette Flotte auf den alternativen Gasantrieb umstellen und das erforderliche Gas sogar selbst herstellen kann.

Somit ist die Müller Gruppe, eine der wenigen Firmen in ganz Deutschland die einen monovalenten Ottomotor besitzt. Die Nähe der Forschungsabteilung der Firma IVECO zu unserer Niederlassung in Ulm, die erheblichen Motorengeräusch- und Schadstoffreduktionen beim Gasantrieb, sowie unsere Nachhaltigkeitsstrategie ermöglichten uns den Umweltschutzgedanken in die Tat umzusetzen.

Es lassen sich bei der Nutzung von Erdgas die CO2 Emissionen im Vergleich zu einem Diesel LKW um 16 % senken. Außerdem soll das Fahrzeug bis zu 70% weniger Stickoxide als in der Euro-VI-Abgasnorm vorgeschrieben und 99 % weniger Feinstaub verursachen. Das besonders niedrige Geräuschniveau, des alternativen Antriebs mit Gas, unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben um 9 dB und ermöglicht auch eine innerstädtische nächtliche Belieferung.

Genug Gründe für uns, einen umfassenden Praxistest zu starten und die gesundheits- und umweltschädlichen Abgase für unsere Mitmenschen zu minimieren.