Medieninformation

Sicherheitskonzept bei Müller Fleisch mit Betriebsrat und Behörden abgestimmt

Birkenfeld, 18. September 2020 

Beim Unternehmen Müller Fleisch wird seit 2018 ein mit externen Datenschutzexperten, lokalen Veterinärbehörden und dem Betriebsrat abgestimmtes Sicherheitskonzept umgesetzt. Danach können sicherheits- und tierschutzrelevante Bereiche im Unternehmen videoüberwacht und eingeschränkt kontrolliert werden. Eine von dem Magazin „Spiegel“ veröffentlichte Geschichte, wonach das Unternehmen gegen den Datenschutz verstoße, entbehrt jeder Grundlage und basiert auf Falschinformationen. Müller Fleisch weist diese Anschuldigungen zurück.

Wie in anderen deutschen Industriebetrieben z. B. aus der Lebensmittel-, Automobil- oder Maschinenbaubranche werden bei Müller Fleisch seit Jahren Teilbereiche der Produktionsanlagen videoüberwacht.
Das entspricht den üblichen internationalen Sicherheitsstandards. Dabei werden die gültigen datenschutzrechtlichen Vorschriften unbedingt befolgt und sind zusammen mit externen Fachleuten entwickelt worden. Über den Einsatz von Kameratechnik in der Produktion, in der Logistik und auf den Freiflächen der Firma ist mit dem Betriebsrat eine Betriebsvereinbarung geschlossen worden, die Verwendung, Zugriff und Löschung der Aufnahmen regelt. Im Bereich der Lebendtieranlieferung und im Stall werden Kameras in Teilen eingesetzt, um eventuelle Verstöße gegen den Tierschutz zu verhindern. Dieser Einsatz von Videotechnik ist mit den Veterinärbehörden abgestimmt und gilt als Vorsorgemaßnahme, da in der Vergangenheit in anderen Unternehmen oftmals Fehlverhalten angeprangert worden war.

Die Videotechnik bei Müller Fleisch ist in den vergangenen Jahren vor allem aus Sicherheitsgründen installiert worden, nachdem öfter Ware gestohlen worden war. Außerdem werden technische Anlagen überwacht, um bei Störungsfällen schnell eingreifen zu können. Sollten in einzelnen Einstellungen Mitarbeiter als Ganzes – und nicht nur Oberkörper oder Arme – auf den Aufnahmen zu sehen sein, so sind diese grundsätzlich nicht zu erkennen, da alle Personen im Produktionsbereich Hygiene-Weißbekleidung, Astrohauben und aktuell auch Mund-Nasen-Schutz tragen.

Vorwürfe des „Spiegel“, dass die Geschäftsführung Arbeitsleistung von Mitarbeitern über die Videoaufnahmen kontrollierten, sind frei erfunden.

 

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Die Müller Gruppe nimmt ersten dieselfreien 40 Tonner in Betrieb

Nach der ersten Testphase in 2018 nimmt die Müller Gruppe im Mai 2019 ihren ersten LNG IVECO Stralis NP mit 460 PS im Linienverkehr zwischen den Standorten Birkenfeld und Ulm in Betrieb. Angetrieben wird das Fahrzeug mit tiefkaltem, verflüssigtem Erdgas (Liquified Natural Gas), das bei -165°C betankt wird.

Über die Zeit soll sich zeigen, inwiefern die Müller Gruppe die komplette Flotte auf den alternativen Gasantrieb umstellen und das erforderliche Gas sogar selbst herstellen kann.

Somit ist die Müller Gruppe, eine der wenigen Firmen in ganz Deutschland die einen monovalenten Ottomotor besitzt. Die Nähe der Forschungsabteilung der Firma IVECO zu unserer Niederlassung in Ulm, die erheblichen Motorengeräusch- und Schadstoffreduktionen beim Gasantrieb, sowie unsere Nachhaltigkeitsstrategie ermöglichten uns den Umweltschutzgedanken in die Tat umzusetzen.

Es lassen sich bei der Nutzung von Erdgas die CO2 Emissionen im Vergleich zu einem Diesel LKW um 16 % senken. Außerdem soll das Fahrzeug bis zu 70% weniger Stickoxide als in der Euro-VI-Abgasnorm vorgeschrieben und 99 % weniger Feinstaub verursachen. Das besonders niedrige Geräuschniveau, des alternativen Antriebs mit Gas, unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben um 9 dB und ermöglicht auch eine innerstädtische nächtliche Belieferung.

Genug Gründe für uns, einen umfassenden Praxistest zu starten und die gesundheits- und umweltschädlichen Abgase für unsere Mitmenschen zu minimieren.