Medieninformation

Spitzengespräch auf Einladung des Bauernverbands - MÜLLER GRUPPE setzt erste Punkte des Regionalpakts um

Birkenfeld, UlmDie Geschäftsführer der Müller Gruppe, Stefan und Martin Müller, haben sich auf Einladung des baden-württembergischen Landesbauernverbandspräsidenten, Joachim Rukwied über die Krise am Schweinemarkt und deren Auswirkungen auf die regionale Schweinehaltung beraten. In der Videokonferenz waren die Vizepräsidenten Klaus Mugele und Hans-Benno Wichert, Marco Eberle Hauptgeschäftsführer, sowie Spitzenvertreter von EDEKA Südwest, Kaufland und ein Vertreter der Vion Crailsheim zugeschaltet. Zur Stärkung der regionalen Produktion zahlt die Müller Gruppe Ihren Vertragslandwirten ab sofort zusätzliche Prämien für ihre Schweine.

Die landwirtschaftlichen Betriebe bekommen in drei Bereichen deutliche Zuschläge für ihre Schlachttiere. Damit setzt die Müller Gruppe einen wichtigen Baustein des mit führenden Vertretern der Bauernverbände in Bayern und Baden-Württemberg verabredeten Regionalpakts um. Die Müller Gruppe hatte zugesagt, zur Krisenbewältigung auf dem süddeutschen Schweinemarkt „die seit Jahren gewährten Regionalzuschläge kurzfristig deutlich zu erhöhen“.
 

Die Beteiligten waren sich am Ende der Diskussion einig: Die Senkung der Erzeugerpreise löst keine Vermarktungsprobleme, sondern gefährdet die Schweine haltenden Familienbetriebe und letztendlich die Zukunft der regionalen Schweinefleischerzeugung in Baden-Württemberg. Ferkelerzeuger und Schweinemäster brauchen jetzt dringend positive Marktsignale.

„Die Ferkelerzeuger und Schweinemäster stehen mit dem Rücken zur Wand und benötigen dringend unsere Unterstützung, um die regionale Produktion weiter aufrecht erhalten zu können“, kommentiert Geschäftsführer Stefan Müller die Entscheidung.  „Wir haben bisher in unsere Programme jährlich mehrere Millionen Euro investiert. Wichtig ist, dass unsere Zuschläge jetzt auch kurzfristig bei den Ferkelerzeugern ankommen“, ergänzt Geschäftsführer Martin Müller

Plus 2 Euro: „Geprüfte Qualität“ (GQ) und „Süddeutsches Schweinefleisch“ (SDS)

Der Zuschlag für die süddeutsche Ferkelherkunft wird bei allen angelieferten Vertragsschweinen der Programme GQ und SDS ab sofort gewährt. Davon profitieren die Ferkelerzeugerbetriebe, deren Tiere bei den Unternehmen der Müller Gruppe, Ulmer Fleisch GmbH und Süddeutsches Schweinefleischzentrum Ulm Donautal GmbH, angeliefert werden. Einzige Voraussetzung dafür ist die Eingabe der kompletten VVVO-Nummern der Ferkelherkunftsbetriebe.

Verdoppelung des Tiergesundheitsbonus auf 1 Euro

Alle angelieferten Vertragstiere aus den Programmen GQ und SDS werden mit einem doppelt so hohen Tiergesundheitsbonus vergütet. Der „Müller Fleisch Tiergesundheitsbonus“, den das Unternehmen selbst entwickelt hat und seit Jahren gewährt, soll zur Stärkung der gesamten Wertschöpfungskette beitragen und zusätzlich einen Anreiz für weitere Tierwohlaufwendungen bieten.

Plus 2 Euro: Haltungsstufe II in Phase 3 der Initiative Tierwohl (ITW)

Dieser zusätzliche von der Müller-Gruppe gewährte Übergangsbonus ist ein klares Bekenntnis zum Tierwohl. Ab dem 1. Januar 2021 zahlt das Unternehmen allen Vertragsschweinemästern, die sich neu für die ITW Haltungsstufe II anerkennen lassen, einen Übergangsbonus von 2 Euro pro Tier. Die Voraussetzung dafür ist die Vorlage des ITW-Zertifikats. Dieser Bonus ist vorerst bis zum 1. Juli 2021 befristet, weil dann der neue Zuschlag von 5,28 Euro pro Schwein für Haltungsstufe II ausbezahlt wird. Hintergrund: Die Verfügbarkeit von ausreichend Schweinefleisch aus Haltungsstufe II entscheidet in den kommenden Monaten über den Marktzugang für die regionale Produktion.

Gleichzeitig will man in enger Abstimmung mit Erzeugern, Mästern, Verarbeitern, Verbänden, Handel und Politik zeitnah konkrete Ergebnisse erzielen, um zur Stabilisierung der süddeutschen Schweinefleischproduktion beizutragen.

PRESSEKONTAKT

Pressestelle
Industriestraße 42
75217 Birkenfeld
T +49 7231 48 38- 660
presse@mueller-fleisch.de

Die Müller Gruppe nimmt ersten dieselfreien 40 Tonner in Betrieb

Nach der ersten Testphase in 2018 nimmt die Müller Gruppe im Mai 2019 ihren ersten LNG IVECO Stralis NP mit 460 PS im Linienverkehr zwischen den Standorten Birkenfeld und Ulm in Betrieb. Angetrieben wird das Fahrzeug mit tiefkaltem, verflüssigtem Erdgas (Liquified Natural Gas), das bei -165°C betankt wird.

Über die Zeit soll sich zeigen, inwiefern die Müller Gruppe die komplette Flotte auf den alternativen Gasantrieb umstellen und das erforderliche Gas sogar selbst herstellen kann.

Somit ist die Müller Gruppe, eine der wenigen Firmen in ganz Deutschland die einen monovalenten Ottomotor besitzt. Die Nähe der Forschungsabteilung der Firma IVECO zu unserer Niederlassung in Ulm, die erheblichen Motorengeräusch- und Schadstoffreduktionen beim Gasantrieb, sowie unsere Nachhaltigkeitsstrategie ermöglichten uns den Umweltschutzgedanken in die Tat umzusetzen.

Es lassen sich bei der Nutzung von Erdgas die CO2 Emissionen im Vergleich zu einem Diesel LKW um 16 % senken. Außerdem soll das Fahrzeug bis zu 70% weniger Stickoxide als in der Euro-VI-Abgasnorm vorgeschrieben und 99 % weniger Feinstaub verursachen. Das besonders niedrige Geräuschniveau, des alternativen Antriebs mit Gas, unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben um 9 dB und ermöglicht auch eine innerstädtische nächtliche Belieferung.

Genug Gründe für uns, einen umfassenden Praxistest zu starten und die gesundheits- und umweltschädlichen Abgase für unsere Mitmenschen zu minimieren.