Zukunftsorientierte Schweinehaltung in Süddeutschland sichern!

Birkenfeld / Ulm -  Die Müller Gruppe will gemeinsam mit allen Partnern der Wertschöpfungskette und der Politik eine zukunftsorientierte Schweinehaltung in Süddeutschland sichern. Diese Initiative wurde gestern auf Einladung der Müller Gruppe mit hochrangigen Vertretern der Landwirtschaftsministerien aus Bayern und Baden-Württemberg, der Bauernverbände, Vermarktungsorganisationen sowie der Wissenschaft abgestimmt. Sinn und Zweck der Zusammenkunft war es, dass laufende und diesbezüglich zukünftige Projekte länderübergreifend konkret angegangen werden. Bereits im Oktober hatte die Müller Gruppe für diese Gespräche den Grundstein auf der Fachtagung „Der Weg zu einer nachhaltigen, wirtschaftlichen Schweinefleischproduktion in Süddeutschland!“ in Ulm, Seligweiler gelegt. Im Beisein der bayerischen Staatsministerin Michaela Kaniber und Peter Hauk, Landwirtschaftsminister aus Baden-Württemberg, sowie zahlreichen führenden Vertretern aus Landwirtschaft, Verbänden, Handel und Produktion wurde die Initiative ins Leben gerufen – jetzt werden den Worten konkrete Taten folgen.

Der gestrigen Diskussionsrunde in Ulm vorausgegangen waren zahlreiche bilaterale Abstimmungsgespräche aller Partner der Wertschöpfungskette. „Hier bei uns im Süden haben wir die optimalen Voraussetzungen für echte Nachhaltigkeit und das werden wir jetzt anpacken“, so Geschäftsführer Stefan Müller. Basis hierfür ist eine familiengeführte bäuerliche Landwirtschaft. Denn nach Überzeugung aller Teilnehmenden bedeutet Nachhaltigkeit in diesem Gesamtkontext nicht nur CO2 zu mindern, sondern insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Produktion zu sichern. Wichtige Bausteine sind die regionale Futtergrundlage, eine heimische Eiweißstrategie, kurze Transportwege, die Einbindung der Wissenschaft, ein positives Image und die entsprechende Kommunikation. Grundlage für den dafür notwendigen intensiven Datenaustausch ist die seit Jahren etablierte Qualifood-Datenbank.

Konsens gab es auch darüber, dass die bisherigen landwirtschaftlichen Strukturen erhalten bleiben müssen. In Süddeutschland bedeutet das im Kern die Bewahrung der familiengeführten bäuerlichen Schweinehaltungsbetriebe. Nachhaltige Leistungen, die von allen in der Wertschöpfungskette erbracht werden, sollen nicht nur gewürdigt, sondern auch bezahlt werden. Die hochrangigen Vertreter beider Landwirtschaftsministerien haben ihre Unterstützung, sowie erhebliche Mittel in Aussicht gestellt. Auch die teilnehmenden Landesorganisationen haben gestern direkt vor Ort die Zusammenarbeit und Unterstützung zugesagt. Die nächsten Schritte sind definiert und die Aufgaben wurden aktiv angenommen.

 

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Die Müller Gruppe nimmt ersten dieselfreien 40 Tonner in Betrieb

Nach der ersten Testphase in 2018 nimmt die Müller Gruppe im Mai 2019 ihren ersten LNG IVECO Stralis NP mit 460 PS im Linienverkehr zwischen den Standorten Birkenfeld und Ulm in Betrieb. Angetrieben wird das Fahrzeug mit tiefkaltem, verflüssigtem Erdgas (Liquified Natural Gas), das bei -165°C betankt wird.

Über die Zeit soll sich zeigen, inwiefern die Müller Gruppe die komplette Flotte auf den alternativen Gasantrieb umstellen und das erforderliche Gas sogar selbst herstellen kann.

Somit ist die Müller Gruppe, eine der wenigen Firmen in ganz Deutschland die einen monovalenten Ottomotor besitzt. Die Nähe der Forschungsabteilung der Firma IVECO zu unserer Niederlassung in Ulm, die erheblichen Motorengeräusch- und Schadstoffreduktionen beim Gasantrieb, sowie unsere Nachhaltigkeitsstrategie ermöglichten uns den Umweltschutzgedanken in die Tat umzusetzen.

Es lassen sich bei der Nutzung von Erdgas die CO2 Emissionen im Vergleich zu einem Diesel LKW um 16 % senken. Außerdem soll das Fahrzeug bis zu 70% weniger Stickoxide als in der Euro-VI-Abgasnorm vorgeschrieben und 99 % weniger Feinstaub verursachen. Das besonders niedrige Geräuschniveau, des alternativen Antriebs mit Gas, unterschreitet die gesetzlichen Vorgaben um 9 dB und ermöglicht auch eine innerstädtische nächtliche Belieferung.

Genug Gründe für uns, einen umfassenden Praxistest zu starten und die gesundheits- und umweltschädlichen Abgase für unsere Mitmenschen zu minimieren.